Präambel

Unsere Schule ist eine allgemeinbildende Förderschule in freier Trägerschaft der Zisterzienserinnenabtei des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau.

Bei uns werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, bei denen der Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung diagnostiziert wurde.

In unserer Förderschule begegnen sich viele verschiedene Menschen, so zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler, deren Sorgeberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Therapeutinnen, technisches Personal, Praktikantinnen und Praktikanten und auch Gäste des Klosters St. Marienstern.

Alle sollen friedlich und in Ruhe voneinander und miteinander lernen und auch leben können. Dabei wollen wir eine Atmosphäre der Geborgenheit, Toleranz, Hilfsbereitschaft und gegenseitiger Wertschätzung schaffen und nutzen.

Aktiv streben wir an, dass Gewalt gegen andere und gegen sich selbst vermieden wird, dass das Klostergebäude, deren Außengelände und die Einrichtungsgegenstände schonend genutzt sowie Tiere und Pflanzen geschützt werden.

Hierfür brauchen wir Regeln, die in dieser Schulordnung festgehalten sind.

 

Allgemeines Verhalten

Zu einer angemessenen Atmosphäre gehören ein freundlicher, höflicher und respektvoller Umgang, gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme sowie Hilfsbereitschaft unter Schülern, Mitarbeitern, Therapeuten, Praktikanten und Gästen in unserem Haus.

Selbstverständlich ist es, sich untereinander freundlich zu grüßen, zuzuhören und andere ausreden zu lassen. Natürlich wird auch niemand ausgelacht.

Unterschiedliche Auffassungen, Konflikte, Probleme oder sogar Streitigkeiten wird es immer geben. Eine Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Arbeiten an unserer Schule ist ein verantwortlicher Umgang mit Konflikten. Ziel ist es, ohne aggressives Verhalten gemeinsam und einvernehmlich Lösungen zu finden.

Wir lehnen Gewalt in jeder Form ab. Allen voran Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Gewalt.

Den Anweisungen der Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie des technischen Personals (Sekretärin, Hausmeister, Kraftfahrer und Küchenpersonal) wird Folge geleistet.

Das eigenmächtige Verlassen des Schulgebäudes ist den Schülerinnen und Schülern nicht erlaubt. Beim Verlassen des Klostergeländes ist die Schule berechtigt die Polizei zu informieren.

Mitarbeitende, Gäste der Schule und schulfremde Personen melden sich zuerst im Schulbüro an.

Das Mitbringen von Tieren ist verboten.

 

Schulorganisation

Alle Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, sind schulpflichtig. Die Schulpflicht dauert 12 Jahre. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres kann die Schulzeit beendet werden.

Unsere Schule ist eine Einrichtung mit Ganztagsbetreuung und an Schultagen in der Zeit von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

Die Fürsorge- und Aufsichtspflicht durch die Mitarbeitenden unserer Schule beginnt mit der Übernahme der Schülerinnen und Schüler von den Sorgeberechtigten oder von den Beförderungsunternehmen bzw. den schriftlich Bevollmächtigten an der Eingangstür des Schulgebäudes.

Am Nachmittag endet die Aufsichtspflicht durch die Schule mit Übergabe der Schüler an die Sorgeberechtigten oder Beförderungsunternehmen bzw. den schriftlich Bevollmächtigten.

In der Zeit von 7:30 Uhr bis 8:15 Uhr und von 14:40 Uhr bis 16:00 Uhr werden die Schülerinnen und Schüler von den pädagogischen Mitarbeitenden betreut. Die Frühbetreuung findet im Spielzimmer und Flur der 4. Etage des Schulgebäudes statt. Die Nachmittagsbetreuung kann zudem bei schönem Wetter im Außengelände des Klosters bzw. auf dem Spielplatz erfolgen.

Freitags werden die Schülerinnen und Schüler nur bei Bedarf am Nachmittag betreut.

Mit dem Stundenklingeln beginnt und endet der Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler begeben sich mit dem Vorklingeln in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Klassenzimmer.

 

Die Unterrichtszeiten gliedern sich wie folgt:

7.30 Uhr - 8.30 Uhr   Frühbetreuung
8.30 Uhr - 9.15 Uhr   1. Stunde
9.15 Uhr - 9.45 Uhr   Frühstückspause
9.45 Uhr - 10.30 Uhr   2. Stunde
10.40 Uhr - 11.25 Uhr   3. Stunde
11.25 Uhr - 12.30 Uhr   Mittagspause/Hofpause
12.30 Uhr - 13.15 Uhr   4. Stunde
13.20 Uhr - 14.30 Uhr   Block 5./6. Stunde
14.30 Uhr - 16.00 Uhr   Betreuung

 

In der Zeit von 11:25 Uhr bis 12:30 Uhr ist Mittagspause, die in Mittagessen und Hofpause unterteilt ist.

 

Verhalten im Schulgebäude und auf dem Klostergelände

Unsere Förderschule (G) befindet sich auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten des Klosters St. Marienstern Panschwitz-Kuckau.

Alle Schülerinnen und Schüler und das Schulpersonal sind aufgerufen, sich für Sauberkeit und Ordnung im Klassenzimmer, im Schulgebäude, auf dem Klosterhof und auf dem Spielplatz einzusetzen. Die Anlage, Einrichtungsgegenstände und Lehrmittel werden sorgfältig behandelt. Schäden werden unverzüglich im Schulbüro gemeldet.

Der Abfall gehört in die bereitgestellten Behälter.

Das Schulpersonal und alle Schülerinnen und Schüler wechseln nach der Ankunft im Schulhaus ihre Schuhe und hängen die Jacken in die Garderobe.

Das Benutzen des Fahrstuhls ist für Schülerinnen und Schüler nur in Begleitung des Schulpersonals erlaubt.

 

Regelungen für den Unterrichtsverlauf

Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer tragen gemeinsam zu einem guten und angenehmen Lern- und Arbeitsklima bei. Dazu müssen alle aufmerksam und aktiv den Unterricht gestalten, pünktlich den Unterricht beginnen und beenden sowie sich gegenseitig helfen.

Die Sorgeberechtigten sind verantwortlich für das pünktliche Erscheinen zum Unterricht der Schülerinnen und Schüler.

Die Unterrichtsmaterialien werden von unserer Förderschule (G) für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Diese sind mit Sorgfalt zu behandeln. Ein mutwilliges Zerstören von Schuleigentum oder dem Eigentum von Anderen kann zu Ersatzansprüchen führen.

Nach Unterrichtsschluss werden in den Klassenräumen, dem Werkraum und in den Küchen die Stühle hochgestellt und die Zimmer ordentlich verlassen.

 

Pausenregelung

In den Pausen werden die Schülerinnen und Schüler von den Mitarbeitenden der Förderschule (G) beaufsichtigt.

Die Hofpause findet bei schönem Wetter auf dem gekennzeichneten Bereich vor der Schule und bei schlechtem Wetter im Spielraum und Flur der 4. Etage statt. Die Lehrerinnen und Lehrer (laut Aufsichtsplan) und die pädagogischen Mitarbeitenden betreuen und beaufsichtigen die Schülerinnen und Schüler und achten auf das Einhalten der Hofpausenregeln.

 

Hofpausenregeln:

  • Nach dem Mittagessen gehe ich sofort angezogen zur Hofpause. Ich warte nicht auf andere Schüler.
  • Ich bleibe in dem Bereich vor dem Schulgebäude, der mit Aufstellern gekennzeichnet ist.
  • Fußball spiele ich auf der Wiese.
  • Im Treppenhaus laufe ich langsam.
  • Ich bin freundlich, fair und hilfsbereit gegenüber meinen Mitschülern und dem Schulpersonal. An Rangeleien mit Treten, Schlagen, Schubsen, Hacken oder Klammern und Mobbing mit Beleidigungen, Beschimpfungen oder Belästigungen beteilige ich mich nicht.
  • Spielsachen und Fahrzeuge räume ich auf.
  • Tiere und Pflanzen werden geschützt.
  • Ich sitze auf den bereitgestellten Stühlen oder Bänken.

 

Verhalten in Gefahrensituationen

Die Hausordnung soll dazu beitragen, dass Unfälle vermieden werden und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler und Mitarbeitenden gewährleistet wird.

Der Umgang mit Feuer, offenem Licht und das Abbrennen von Räucherkerzen ist innerhalb des Schulgebäudes verboten.

Sollte der Feueralarm ausgelöst werden, ist das Schulgebäude unverzüglich über die durch Hinweisschilder gekennzeichneten Rettungswege zu verlassen und sich zum Sammelplatz zu begeben.

Bei unmittelbarer Gefährdung von Personen geht Menschenrettung vor Brandbekämpfung.

Die Fenster und Türen sind zu verschließen und der Aufzug nicht zu benutzen.

Der Sammelplatz ist primär im Erdgeschoss des Annahauses, sekundär vor der Kirche am Löwenbrunnen.

 

Freistellung

Im Krankheitsfalle bzw. aus anderen unvorhersehbaren Gründen müssen die Schülerinnen und Schüler bis spätestens 8:00 Uhr in der Schule unter 035796/ 99352 von den Sorgeberechtigten abgemeldet werden. Ab dem dritten Fehltag benötigt die Schule eine schriftliche Entschuldigung.

Entschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht oder Beurlaubungen kann der Klassenleiter bis zu 3 Tagen im Schuljahr genehmigen. Eine längere Beurlaubung des Schülers ist bei der Schulleiterin zu beantragen.

 

Informationspflicht

Um den Kontakt zwischen Schule und Elternhaus bzw. dem Kinder- oder Wohnheim zu gewähren, werden wichtige Informationen in das Verbindungsheft eingetragen.

Wichtige Informationen sind:

  • Änderung der Personalien (amtliches Dokument in Kopie), der Anschrift und telefonischen Erreichbarkeit der Sorgeberechtigten
  • Infektionskrankheiten in der Familie bzw. im Kinder- oder Wohnheim
  • Auffälligkeiten im Befinden des Schülers
  • Termine und Terminvereinbarungen (Elternabende, Elterngespräche, Veranstaltungen)

Gelesene Mitteilungen sollen signiert werden.

 

Handys und MP3-Player oder ähnliche Geräte

Handys, MP3-Player und ähnliche Medien dürfen während der Schulzeit weder im Gebäude noch auf dem Schulgelände genutzt werden. Das Handy muss ausgeschaltet in der Schultasche bleiben. Sollten dennoch entsprechende Geräte zum Einsatz kommen, werden sie von den Lehrkräften eingesammelt und bis zum Ende des Schultages hinterlegt. Bei wiederholtem Verstoß müssen die Geräte von den Sorgeberechtigten abgeholt werden.

Sollten bedenkliche Bilder, Symbole oder Musik mit rechtsradikalem und menschenfeindlichen Hintergrund zur Kenntnis genommen werden, ist mit individuellen Konsequenzen zu rechnen.

Für Mitarbeitende gilt, dass sie ihr Handy stumm geschaltet in der Tasche verwahren und dieses nur im Notfall nutzen.

 

Waffen, waffenähnliche oder gefährliche Gegenstände

Das Mitbringen von Waffen, spitzen oder gefährlichen Gegenständen wie z. B. Laserpointern, Messern, Feuerwerkskörpern oder Feuerzeugen ist verboten.

Der Besitz von Waffen wird zur Anzeige gebracht.

 

Rauchen und Alkohol

Der Konsum von Alkohol, Zigaretten und sonstigen Drogen sind im und vor dem Schulgebäude nicht erlaubt.

Mitarbeitende und Gäste nutzen für die Zigarettenpause die benannten Flächen zum Rauchen.

 

Konsequenzen

Regeln und Absprachen sollen eingehalten werden. Wenn nicht, gelten das erzieherische Einwirken und Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen nach § 39 des Sächsischen Schulgesetzes.

 

Diese Hausordnung wurde von den Mitarbeitenden der Förderschule geschrieben und tritt am 11.03.2019 in Kraft.

Regina Lehmann
Schulleiterin